3. Holz als Energiequelle

Ist heizen mit Holz Klimaneutral?

Heizen mit Holz hat einen guten Ruf, denn sogar das Bundesamt für Umwelt (BFU) wirbt damit, dass Holz beim Verbrennen soviel Kohlenstoffdioxid freisetzt, wie beim Wachstum gebunden wurde. Darum ist das Heizen mit Holz CO2-Neutral. Jeder Kubikmeter Holz, der fossile Energien ersetzt, erspart der Umwelt ca. 600 kg CO2.

Also alles bestens beim Brennstoff Holz?

Nicht ganz: Obwohl viele Argumente für die Holzenergie sprechen, darf man nicht vergessen, dass Holzheizungen mehr umwelt- und gesundheitsschädliche Schadstoffe ausstossen als Öl- und Gasheizungen. Besonders veraltete und falsch betriebene Holzfeuerungen belasten die Umgebung mit viel Russ und Feinstaub.

Wir heizen mit holz

Zu unserem Hof gehören 1.7 ha Wald. Das Holz aus unserem Wald nutzen wir in erster Linie als Energielieferant aber auch als Nutzholz. Unser Wohnhaus beheizen wir mit Brennholz und auch die Energie für das Warmwasser kommt grösstenteils aus dem Holz. Darum verbrauchen wir in einem Winter ungefähr 18m3 Brennholz.

Heizen mit Holz macht für uns Sinn, weil wir das Brennholz selbst gewinnen können. Dies bedeutet zwar einem erheblichen Arbeitsaufwand, doch es ist wichtig, dass das Holz genutzt wird. Denn dadurch wird der Waldbestand verjüngt und gepflegt.
Mindestens drei Jahre wird das Brennholz getrocknet, bevor es verbrennt werden kann.